Agadir - Seebad des Südens
Agadir ist Südmarokkos bekannteste Stadt und ein touristisch gut erschlossener Badeort und eine gute Ausgangsbasis um interessante Sehenswürdigkeiten in der Umgebung zu erkunden.
Die Stadt blickt jedoch auf ein trauriges Schicksal zurück: Das einstmalige Fischerdorf entwickelte sich im 15. Jahrhundert zu einem wohlhabenden portugiesischen Handelsstützpunkt und wuchs später zu einer bedeutenden Hafenstadt heran - bis am 29. Februar des Schaltjahres 1960 ein gigantisches Erdbeben in nur zwölf Sekunden die stolze, historische Stadt dem Erdboden gleichmachte und ein Drittel der Einwohner unter sich begrub.
Das neue, moderne Agadir wurde wenige Kilometer südlich des einstigen Standorts errichtet und zumindest architektonisch findet sich hier deshalb nicht viel des traditionellen Marokkos. Doch bietet die touristisch erschlossene Stadt dafür häufig bessere Unterkünfte und Restaurants als man sie in vielen anderen Teilen des Landes vorfindet. Zudem bietet Agadir optimale Voraussetzungen für einen entspannten Strandurlaub.
Der breite Sandstrand ist sauber und erstreckt sich neun Kilometer entlang der Bucht von Agadir - buchstäblich die größte Touristenattraktion der Stadt. Wer im Urlaub Sonnenbaden, Windsurfen und Cocktails am Strand wünscht, ist hier goldrichtig. Darüber hinaus bietet Agadir charmante Fischrestaurants am Hafen, einen kleinen Basar und die Überreste einer uralten, auf einem Hügel gelegenen Kasbah.
Die Umgebung der Stadt ist auf jeden Fall einen Ausflug wert: Im Süden gibt es das befestigte Berber-Dorf Tassila zu entdecken oder die grandiose Landschaft um Tafraout. Im Norden lockt das Dorf Immouzer am Fuße des imposanten Atlasgebirges, im Westen die exotische Stadt Traoudant. Und falls Sie auf dem Markt von Goulimine um ein Kamel feilschen sollten, behalten Sie die Tiere gut im Auge - denn einige können allzu zutraulich werden.